Ich weiß, dass ich mit dieser Rolle wohl höchstens den Posten eines Kommentators besetzen kann, oder ich kann Wegbereiter für Aktionen anderer Autoren sein. Aber im Grunde bin ich nicht auf Bobby festgelegt. Ich spiele auch jeden anderen Char. Das muss ich ja beim Schreiben schließlich auch.... ;-) Und Sorry, ich wusste nicht dass ich eine eigene Abteilung für meinen Probepost bekomme. Also wenn ich es beim ersten Versuch irgendwo hingepostet habe, wo es nicht hin gehört, dann bitte einfach löschen.
Bobby hatte keine Ahnung was geschehen war, oder wie er hierher kam. Zuerst war er sich noch nicht einmal sicher, wo hier eigentlich war. Es vergingen viele Tage bis er es vollständig verstand. Das war, als er den Boss traf. Schon immer gab es Jäger, die sich Gedanken darüber machten, was mit rachsüchtigen Geistern geschah, sobald man sie tötete. Kamen sie in den Himmel wie alle anderen Menschen, deren Absichten im Grunde genommen gut waren? Oder landeten sie in der Hölle? Aber diese Orte waren den Menschen vorbehalten. Am wahrscheinlichsten war noch das Fegefeuer, da es sich streng genommen nicht einmal um Menschen handelte, sondern um eines dieser Dinge, zu dem Menschen werden können, wenn sie nicht auf sich achtgeben. Doch niemand kam je von einem dieser Orte zurück, um zu berichten wie sich die Sache wirklich verhielt. Niemand. Bis auf die Winchesters vielleicht… Ja, seine Jungs waren die einzigen, denen Bobby es zutraute diese Wahrheit ans Licht zu zerren. Nun, diese Antwort würde er zumindest vor ihnen bekommen. Als er herausfand, dass er in der Hölle war, deprimierte es ihn. Aber eigentlich war er nicht sehr überrascht. Bobby wusste, dass er kein sonderlich guter Mensch war, nicht im christlichen Sinne. Er verstieß regelmäßig gegen die zehn Gebote, fluchte wie ein Kesselflicker und eine Kirche betrat er nur, wenn ein Fall es von ihm verlangte. Dennoch hatte er sich Chancen auf einen Platz im Himmel ausgerechnet. Immerhin hatte er in seinem Leben einiges bewegen können. Und er versuchte, das richtige zu tun. Er hatte darauf gehofft, dass das auch etwas wert sein würde. Aber scheinbar wollte man ihn da oben nicht haben, nicht nachdem er sich auf die Seite der Winchesters gestellt hatte, die sich für die Engel als überaus unbequemes Problem erwiesen. Bobby versprach sich selbst, so zu bleiben wie er war. Wenn es nach ihm ging, konnten sich die verdammten Dämonen ihre hässlichen Zähne an ihm ausbeißen! Was Crowleys „Angestellte“ mit ihm machten war schlimm, aber es war nichts persönliches. Persönlich wurde es wenn der Boss selbst Hand anlegte, aber meistens ließ Crowley sich nicht bei ihm blicken. Bobby fürchtete sich vor diesen Begegnungen, denn er wusste, dass er dem König der Hölle nichts entgegenzusetzen hatte. Und trotzdem sehnte er sie herbei. Es gab nur eine Schwäche, die sich Crowley leistete und das war sein Wunsch nach Bewunderung. Deshalb kam es vor, dass er ihm Dinge über die Winchesters erzählte, um ihn mit der Vorstellung zu quälen, dass sie keine Chance gegen ihn hatten. Manchmal glaubte Bobby, dass ihm dies oder jenes bekannt vorkam. Vielleicht hatte er es schon einmal gehört. Es gab Gründe dafür anzunehmen, dass Crowley eine Erinnerung beliebig oft löschen konnte, wie es auch die Engel taten, möglicherweise um sein enttäuschtes Gesicht noch einmal zu sehen, wenn er ihm eine seiner Lügen auftischte. Doch dabei schien er zu vergessen, dass er Bobby damit in Wahrheit etwas ganz anderes mitteilte: seine Jungs waren noch am Leben, und Crowley hatte sie immernoch nicht entscheidend schlagen können. Ganz gegen seine eigene Absicht gab er Bobby etwas, was er auf gar keinen Fall hätte haben dürfen. Hoffnung.